Häuslicher Brandschutz

Wieso ist dieser so wichtig?

1) Die gefährlichen Mythen und die Realität.

 

2) Brandursachen.

 

3) Tipps zur Schadensverhütung -

·         Technische Voraussetzungen

·         Elektrische Wärmegeräte

·         elektrische Haushaltsgeräte

·         Fernsehgeräte

·         Bei Problemen und Defekten

 

4) Überprüfen Sie jetzt Ihren Haushalt / Checkliste

5) Kinder sind von Feuer fasziniert

6) Empfohlene Brandschutzeinrichtungen

 

1) Gefährliche Mythen und Irrglauben

 

MYTHEN

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DIE REALITÄT

Ich pass da schon auf mir kann nichts passieren.

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Stimmt nicht! Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung oder der Mülltonne vor dem Haus gefährden Sie völlig unverschuldet.

Ich bin doch noch nicht senil, ich habe das alles unter Kontrolle!

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Bei mir ist alles Sicher! 

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Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit die Wohnung zu verlassen

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Irrtum! Sie haben durchschnittlich höchstens vier Minuten zur Flucht, inklusive Aufwachen. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein!

Mein Haustier weckt mich schon bei einem Feuer!

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Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur 2 Min. hat um sich in Sicherheit zu bringen - besonders Nachts, wenn der Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

 

2) Mögliche Gründe für einen Brand/ Brandursachen
... doch Fakt ist nun mal, dass:

Und nun stellt sich die Frage: wie können Sie das verhindern, bzw. unter Kontrolle halten?

Nicht zu unterschätzen sind auch unsere lieben Kleinen:

·         Kinder spielen gerne - und ganz besonders - mit Dingen die ihnen eigentlich verboten sind, so z.B. auch mit Feuerzeugen und Streichhölzer.

Tag täglich rücken Löschzüge auf der ganzen Welt einzig und alleine deshalb aus, weil das Essen auf dem Herd vergessen wurde. 
Schlimm wird es dann erst recht, wenn Fett sich so weit erhitzt hat, dass es brennt. 
Jetzt das falsche Löschmittel und Ihre Küche steht in Flammen und Sie haben sich schwere Verbrennungen zugezogen, denn bei brennendem Fett z.B. in der Friteuse ruft ein Löschversuch mit Wasser eine sog. Fettexplosion hervor.
(siehe rechts)

Ein romantischer Abend am Kaminfeuer ist etwas Wunderbares.

Fürchterlich, würden  während des Rendezvous nicht nur die Herzen Feuer fangen, sondern auch derTeppich oder Ähnliches. 

 

Es gibt noch unzählige Möglichkeiten für Brandausbrüche, die Sie leicht beeinflussen können:

  • Lampions bei Partys, Kerzen bei Festen und Feiern, insbesondere zur Advents- und Weihnachtszeit sind als Ursachen sehr häufig anzutreffen. Ein missglückter Fondueabend, eine Zigarettenglut im Papierkorb bzw. einfach neben dem Ascher oder das Rauchen im Bett sind immer wiederkehrende Brand- und Todesursachen in den Einsatzstatistiken der Feuerwehren.

 

 

 

 

Nicht zu vergessen der Hobby- und Heimwerkerbereich, hier kann es zu:

Überlegen Sie einmal!
Nicht nur die oben aufgeführten Highlights führen zu tödlichen und teuren Bränden. 
Es gibt vielmehr Möglichkeiten für die Entstehung eines verheerenden Brandes, für die es sicherlich auch bei Ihnen schon einmal Anzeichen gegeben hat.
Hat Ihnen nicht auch schon einmal der Lötkolben etwas angesengt, weil er nicht so liegen geblieben ist, wie Sie es wollten?
Oder produzierte die heruntergefallen Zigarette nicht schon einmal einen Brandfleck in Sofa, Schreibtisch oder Teppich .... ?

All dies sind leicht nachvollziehbare Beispiel, deren Liste sich endlos fortsetzen ließe
Die größte Gruppe der Brandursachen nehmen allerdings beschädigte elektrische Einrichtungen oder Geräte ein.
Strom sieht man nicht und deshalb ist es für viele auch sehr schwierig diese Materie und deren Gefahren richtig einzuschätzen.

Wir wollen Ihnen helfen Ihre Wohnung ein Stück sicherer zu machen und deshalb:

3) Tipps zur Schadensverhütung
So schützen Sie sich vor Schäden


Technische
Voraussetzungen:

 

  • Setzen Sie nur CE- und VDE- (GS) bzw. TÜV- (GS-) geprüfte Elektrogeräte ein. Elektrische Geräte müssen mit dem CE-Kennzeichen markiert sein.
    Da diese Kennzeichnung alleine noch keine Aussage über die Qualität des Produkts macht, sollten Sie auf ein zusätzliches Prüfkennzeichen achten, z.B.: VDE, TÜV VDE-GS, TÜV-GS. 
    Das GS-Zeichen steht dabei für "geprüfte Sicherheit"
  • Der FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) muss einwandfrei funktionieren 
    (jeder Schutzschalter hat eine TEST-Taste)
  • Beachten Sie vor Inbetriebnahme eines Elektrogerätes die Gebrauchsanweisung

 

Elektrowärmegeräte

 

 

  • Elektrowärmegeräte (z.B. Wasserkocher) nur mit Abschaltautomatik und Knickschutz am Zuleitungskabel verwenden. Der Tauchsieder hat ausgedient! Mittlerweile gibt es hervorragende Wasserkocher. die einfach und sicher funktionieren.
  • Elektrowärmegeräte (z.B. auch Bügeleisen) stets auf eine feuerfeste Unterlage und in genügendem Abstand von brennbaren Gegenständen stellen oder montieren. 
    Bitte denken Sie auch daran, wenn Sie "nur mal eben kurz..." etwas machen möchten.
  • Betreiben Sie Elektrogeräte nur unter Aufsicht und schalten Sie diese nach Gebrauch ab. Am besten den Netzstecker ziehen, denn eingesteckte Geräte sind vor einem Kurzschluß nie ganz sicher.
  • Muß es denn wirklich eine Heizdecke sein? Viele Verbrennungen oder Wohnungsbrände mit tödlichem Ausgang waren auf aus unerklärlichen Gründen verrückt spielende Heizdecken zurückzuführen.
  • Heizstrahler brauchen einen Mindestabstand von brennbaren Stoffen: mindestens 50 cm, im Strahlungsbereich sogar 100 cm. Sonst kann ihnen schneller Warm werden als es Ihnen lieb ist.

Fernsehgeräte:

 

 

  • Fernsehgeräte benötigen genügende Lüftung, deshalb bei Schrankeinbau einen Mindestabstand von seitlich 15 cm und oberhalb von 20 cm einhalten.
  • Auch wenn es so schön aussieht: Deckchen, Blumentöpfe, und andere Utensilien haben nichts auf dem Apparat verloren.
  • Schalten Sie das Gerät immer völlig aus und belassen Sie es nicht im "Stand-by-Betrieb".
    Das spart nebenbei auch noch Strom und somit mehrere hundert Mark in Jahr.
  • Vor allem ältere Fernsehgeräte sind brandgefährdet - deshalb von einer Fachkraft überprüfen lassen.
  • Bei Gewitter und längerer Abwesenheit (Urlaub) Netz- und Antennenstecker ziehen.
  • Bei ungewöhnlichen Bildstörungen, Knistern im Gerät oder bei Brandgeruch den Fernseher sofort ausschalten und den Netzstecker ziehen.

Elektrische Haushaltsgeräte:

 

  • Wandsteckdosen nicht durch unzulässige Abzweigstecker erweitern
  • Verteilersteckdosen dürfen nicht überansprucht werden. Eine Waschmaschine und ein Wäschetrockner waren für diese Dreiersteckdose  (siehe rechts) eindeutig zuviel. Folge: Zimmerbrand.
  • Waschmaschinen, Trockner und Kühlschränke brauchen genügend Entlüftungsmöglichkeit.
    Sie sollten deshalb Lüftungsschlitze nicht zudecken
  • Reinigen Sie bei Wäschetrocknern regelmäßig das Flusensieb

   

 

4) CHECKLISTE -Überprüfen Sie jetzt Ihren Haushalt!


Mit den obigen Ausführungen haben wir Ihnen die häufigsten Fehlerquellen bei Elektrobränden im Haushalt aufgezeigt. Jetzt ist es an Ihnen! 
Gehen Sie Ihre Elektrogeräte, die Installationen sowie dei Kabel und Steckdosen durch und überprüfen Sie diese auf:

Nehmen Sie sich ein paar Minuten und überprüfen Sie anhand der Checkliste Ihre eigene Wohnstätte!
Getreu dem Motto: 

Gib dem Feuer keine Chance!
Falls Sie die eine oder andere Frage nicht positiv beantworten können, wenden Sie sich bitte an uns oder ihre örtliche Feuerwehr, diese berät Sie gerne, denn Vorbeugen ist besser als löschen.

 

 

CHECKLISTE 
für den häuslichen Brandschutz

Sind Zündquellen wie Streichhölzer oder Feuerzeuge
sicher vor Kindern untergebracht?

Wurde Ihr Feuerlöscher (falls vorhanden) in den letzten zwei Jahren von
einem Fachmann gewartet?

Sind alle Mitglieder Ihres Haushaltes mit der Bedienung
des Feuerlöscher vertraut?

Sind in Ihrem Haushalt die elektrischen Einrichtungen in einwandfreiem Zustand und wurden sie von einem Fachmann installiert bzw. instandgesetzt?

Liegt in der Küche eine Löschdecke oder ein anders geeignetes
Mittel ( Fettbrandlöscher) zum Ersticken von Fettbränden bereit?

Ist in Ihrer Wohnung ein Rauchmelder installiert?

Hat Ihr Fernseher genügend Luftzirkulation und stehen keine Pflanzen oder Ähnliches auf dem Gerät?

Werden Ihre Leitungen durch zu viele Mehrfachsteckdosen überlastet?

Werden die Mindestabstände zu allen heißen Geräten eingehalten?

Verwenden Sie überall die richtige Watt-Zahl in Ihren Glühbirnen?

Kennen Ihre Kinder die Notrufnummer der Feuerwehr und haben Sie
mit ihnen über das richtige Verhalten  im Brandausbruch und das Absetzen eines vollständigen Notrufs gesprochen?

 

5) Kinder sind von Feuer fasziniert

Seien wir einmal ehrlich, hat der Schein einer Kerze oder ein flackerndes Kaminfeuer Sie nicht auch schon einmal in seinen Bann gezogen? Genauso geht es Ihren Kindern! Kinder können der Versuchung ein Feuer zu entzünden schwer wiederstehen. Was Erwachsene vormachen, wollen Kinder nachmachen. Eine Kerze anzünden, eine Zigarette entfachen oder das Kaminfeuer in Gang setzen. Das Problem hierbei: Kinder haben keine Erfahrung mit Feuer.

 

 

Tipps:

  • Zeigen Sie Ihren Kindern wie man Feuer gefahrlos entfacht
  • Lassen Sie die Kinder in Ihrem Beisein z.B. die Geburtstagskerzen entzünden, Sie nehmen dem Feuer so den Reiz des Unbekannten / Verbotenen
  • schließen Sie Streichhölzer und Feuerzeuge sicher weg
  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Feuer kann erlernt werden
  • helfen Sie mit, dass Ihr Kind nicht zum "Brandstifter" wird

 

6) Empfohlene häusliche Brandschutzeinrichtungen


 

 

Rauchmelder

Der Rauchmelder ist ein Frühwarngerät, das bei gefährlicher Rauchentwicklung einen akustischen Alarm auslöst. Die rechtzeitige Warnung vor einem Brand, z. B. im Schlaf, kann lebensrettend sein. Schützen Sie daher sich und Ihre Familie mit Rauchmelder. Installieren Sie mindestens einen Rauchmelder in Ihrer Wohnung, und zwar im Flur vor den Schlafräumen. Für einen umfassenden Schutz empfehlen wir die Installation von Rauchmeldern in jedem Raum der Wohnung, bzw. des Hauses, außer in Küche und Bad.
 

 

 

Löschdecke

Besonders in Herdnähe, wo stets erhöhte Gefahr durch z. B. in Brand geratenes Fett besteht, empfiehlt sich die Anbringung einer Löschdecke. Ein Löschversuch mit Wasser kann hier zu verheerenden Verletzungen führen. Die aus unbrennbarem Glasfasergewebe bestehende Löschdecke  wird einfach über den Brandherd gelegt und erstickt so die Flammen.

 

 

 

Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher hilft, entstehende Brände schnell und effektiv zu bekämpfen. Schaumlöscher sind besonders für den Einsatz in der Wohnung geeignet. Für einen schnellen Zugriff sollten Sie ihn an zentraler Stelle im Eingangsbereich positionieren.

 

 

 

Gasmelder

Gasmelder verschaffen Sicherheit im Umgang mit einer unverzichtbaren Energiequelle. Denn die Geräte  warnen frühzeitig vor den verheerenden Gefahren einer Gasexplosion. Eine grünes LED-Lämpchen bestätigt die ordnungsgemäße Funktionsbereitschaft des Melders. Eine rote LED meldet den Alarmzustand. Schon bei einer Gaskonzentration von weniger als 1 % alarmiert der Gasalarm mit einem 85 dB lauten Alarmton und gibt Ihnen Zeit, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen. 

 

 

Autofeuerlöscher

Ein Autofeuerlöscher kann im Ernstfall schnell und gezielt einen Entstehungsbrand löschen und somit größeren Schaden für Mensch und Fahrzeug abwenden. Aufgrund der handlichen Größe kann der Auto – Feuerlöscher in jedem PKW untergebracht werden und vermittelt das sichere Gefühl, bei einem Brand gerüstet zu sein; dies sowohl im eigenen Fahrzeug als auch zur Hilfeleistung bei anderen Verkehrsteilnehmern.